Fossilien eingeschlossen in Bernstein
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In den verschiedensten Tiersendungen im Fernsehen haben wir sicher schon Berichte über Termiten gesehen.
Diese Tiere zählen wohl zu den erfolgreichsten Organismen auf unserem Planeten.
Schon vor ungefähr einhundert Millionen Jahren begannen Termiten ihren Siegeszug, dies belegen die Untersuchungen von amerikanischen Wissenschaftlern.
Zu diesem erstaunlichen Ergebnis kamen die Experten bei der Untersuchung eines Stück Bernsteins aus der Kreidezeit.
In diesem Harztropfen wurde eine Termite mit anderen einzelligen Verdauungshelfern eingeschlossen und für die Ewigkeit konserviert.
Solche Bernsteineinschlüsse haben sicherlich schon viele von uns gesehen. Diese steine mit Einschluss sind vor allem in der Schmuckindustrie sehr gefragt.
Möchte man ein solches außergewöhnliches Schmuckstück erwerben, muss man sein kostenloses Girokonto um den einen oder anderen Euro erleichtern.
Die Wissenschaftler der Oregon State University vertreten die Meinung, dass die Symbiose zwischen den Termiten und den Protozoen sehr eng und stabil ist.
Beide Gruppen haben einen starken Nutzen voneinander.
Mit den neuen Untersuchungsergebnissen und Erkenntnissen daraus kann belegt werden, dass es sich um eine der ältesten Symbiosen zwischen Tieren und Mikroorganismen handelt.
Termiten ernähren sich von Holz, welches zum größten Teil aus Zellulose besteht. Damit halten die Stoffkreislauf in Schwung, richten aber vor allem an bauteilen von Gebäuden riesige Schäden an.
Die Zellulose des Holzes können Termiten nicht selbst umwandeln, sie benötigen dabei Hilfe.
Aus diesem Grund gehen sie eine Symbiose ein. Zu vergleichen ist dies mit Wiederkäuern, die in ihrem Verdauungstrakt Einzeller haben, welche diese Stoffwechselfähigkeit besitzen.
Die Wissenschaftler haben ein Stück Bernstein untersucht, welches in einem Bergwerk in Myanmar gefunden wurde. Das Fundstück wird auf ein Alter von 97 bis 110 Millionen Jahren datiert.
In den Harztropfen eingeschlossen wurde eine geflügelte Termite, welche bisher noch unbekannt ist.
Bei der genaueren Untersuchung des Tieres konnten die Wissenschaftler feststellen, dass aus einer Wunde am Hinterleib der Termite Darminhalt und tierische Einzeller ausgetreten sind.
In der Fachzeitschrift "Parasites and Vectors" beschreibt der wissenschaftler, dass es sich bei den Einzellern um sogenannte Geißeltierchen handelt.
Die Arten, welche gefunden wurden, sind bisher noch nicht bekannt.
Es wurde allerdings festgestellt, dass die Tierchen zu einer heute noch existierenden Gattung gehören.