Giftzähne bei Dinosauriern
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Unter chinesischen und amerikanischen Experten für Dinosaurier wird die Meinung vertreten, dass bestimmte Arten über Giftzähne verfügten, um ihre Beute kampfunfähig zu machen.
Zu dieser These kam man, nachdem man einen in China gefunden Raubsaurier genauer untersuchte.
Das Ergebnis der Untersuchung erbrachte, dass man im Schädel des Tieres eine Art Giftdrüse entdeckte sowie lange Furchen, die bis in die Spitzen der Zähne reichten.
In diesen Kanälen könnte das Gift geflossen sein.
Ein Wissenschaftler erklärte, dass es folgendermaßen abgelaufen sein könnte: Wenn der Saurier mit seinen Zähnen die Haut des Opfers durchdrungen hat, könnte das Giftsekret langsam in die Wunde geflossen sein.
Über diesen Giftmechanismus verfügen heute noch viele Schlangen und Echsen.
Die Entdeckung der Wissenschaftler wird in den "Proceedings of the National Academy of Sciences" genauer beschrieben.
Um der Gifttheorie bei Dinosauriern genauer auf den Grund zu gehen, untersuchte man die bereits im Jahr 1999 beschriebene Art Sinornithosaurus abermals.
Dieses Tier gehört zu den Dromaeosauriern und ist damit artverwandt mit den Vögeln, do die Expertenmeinungen.
Der Sinornithosaurus ist ein Tier welches von ungefähr 128 Millionen Jahren auf der Erde zu Hause war, genauer gesagt im Norden des heutigen China, und die Größe eines Truthahns besaß.
Zur damaligen zeit war der Lebensraum des Sauriers stark bewaldet und er konnte in den dichten Wäldern andere kleine Saurier und Vögel jagen.
Bei der Untersuchung des gefundenen Skelettes fiel den Wissenschaftlern eine Vertiefung an der Außenseite des Schädels auf.
Von dieser Vertiefung verläuft eine Art Rinne bis zum Ende des Oberkiefers.
Wenn man der Meinung der Wissenschaftler Glauben schenken darf, könnte sich an dieser Stelle des Schädels die Giftdrüse befunden haben.
Die Sekretgänge endeten in einer Art flachen Furche auf der Innenseite des Oberkiefers des Tieres. Diese Furche zieht sich entlang der Zahnreihe bis ganz nach vorn.
An den längsten Zähnen fanden die Wissenschaftler eine Längsvertiefung, welche vermutlich dazu diente, das Gift von der Zahnbasis bis an die Zahnspitze zu leiten.
Ein weiterer Punkt, der die Gifttheorie bestätigen könnte, sind die Zähne des Sinornithosaurus.
Die Zähne, über die der Saurier verfügte, bestehen lediglich aus einer verlängerten Wurzel. Damit war es dem Tier aus Stabilitätsgründen unmöglich tief in das Fleisch des Beutetieres zu beißen.
Es wird vermutet, dass der Saurier nur die Haut des Beutetieres hätte leicht durchbohren müssen um Gift in den Blutkreislauf zu injizieren.
Die Tiefe der Bisswunde hätte aber nicht ausgereicht um bei dem Beutetier den Tod oder die Bewegungsunfähigkeit herbeizuführen.